Inhalt
Auf einen Blick
- Alle 26 noch lebenden Arten von Stören und Löffelstören sind bedroht, 17 davon sind vom Aussterben bedroht [2].
- Klassisch wird der Stör für den Kaviar getötet, nach mindestens 8 bis 10 Jahren Aufzucht und nur ein einziges Mal [3].
- Bei der Massage-Methode bleibt der Stör am Leben, und die Gewinnung lässt sich wiederholen [3].
- Unser BluFood Landbased Kaviar kommt aus Moldau und wird durch behutsames Massieren des Bauches gewonnen [1].
- Legal gehandelter Kaviar trägt einen CITES-Code mit Herkunft, Art und Erntejahr [5].
Warum Störe so bedroht sind
Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft seit 2022 alle 26 verbliebenen Arten von Stören und Löffelstören als bedroht ein, 17 davon als vom Aussterben bedroht. Hauptgründe sind Wilderei, der illegale Handel mit Kaviar und Fleisch sowie Staudämme, die den Fischen den Weg zu ihren Laichgründen versperren [2].
Seit 1998 stehen alle Arten von Stören und Löffelstören in den Anhängen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES. Der Handel mit ihnen und ihren Produkten, also auch mit Kaviar, ist seitdem international geregelt [4].
Klassisch oder ohne Töten: so wird Kaviar gewonnen
Störe werden spät geschlechtsreif. In der Zucht dauert es mindestens 8 bis 10 Jahre, bis ein Weibchen reifen Rogen trägt. Der meiste Kaviar aus Aquakultur wird bis heute gewonnen, indem der Fisch geschlachtet wird [3].
| Ohne Töten (Massage) | Klassische Gewinnung | |
|---|---|---|
| Stör | bleibt am Leben [3] | wird getötet [3] |
| Wie oft | mehrfach möglich [3] | ein einziges Mal [3] |
| Methode | reife Eier werden sanft aus dem Bauch massiert [3] | der Rogen wird nach dem Schlachten entnommen |
| Zeitpunkt | zur Laichreife, wenn die Eier reif sind [3] | nach mindestens 8 bis 10 Jahren [3] |
So funktioniert die Massage-Methode
Forschende des Alfred-Wegener-Instituts haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Kaviar vom lebenden Stör gewinnen lässt. Die Schritte zeigen, wie das Institut es beschreibt [3]. Einzelne Betriebe arbeiten mit eigenen Varianten.
- 01 LaichreifeWie in der Natur wird der Stör laichbereit. Ausgelöst wird das mit Botenstoffen in sehr geringer, natürlicher Konzentration [3].
- 02 MassageDie reifen Eier werden behutsam aus dem Bauch des lebenden Weibchens massiert [3].
- 03 StabilisierenReife Eier würden beim Salzen platzen. Ein schonendes Verfahren festigt die Eihülle, das Innere bleibt flüssig [3].
- 04 WeiterlebenDer Stör schwimmt zurück ins Becken. Die Gewinnung lässt sich wiederholen [3].
Unser BluFood Landbased Kaviar stammt laut Erzeuger aus einer landbasierten Kreislaufanlage in Moldau und wird durch behutsames Massieren des Bauches gewonnen. So kann der Rogen im optimalen Reifestadium entnommen werden [1].
Unser Kaviar im Steckbrief
| Herkunft | Störfarm in Moldau [1] |
|---|---|
| Gewinnung | durch behutsames Massieren des Bauches, der Stör bleibt am Leben [1] |
| Kontrollen | Labor-, Veterinär- und Hygienekontrollen in jeder Produktionsphase [1] |
| Sorten | Premium Stör Kaviar und Beluga Premium Kaviar |
| Haltbarkeit | ungeöffnet mindestens 30 Tage, geöffnet höchstens 48 Stunden, siehe Etikett [1] |
Echten Kaviar erkennen: der CITES-Code
Für den internationalen Handel gilt ein einheitliches Kennzeichnungssystem. Jede Dose trägt einen Code, mit dem sich Herkunft und Art nachvollziehen lassen [5].
Das steckt im CITES-Code
| Artcode | drei Buchstaben für die Störart oder Kreuzung [5] |
|---|---|
| Herkunftscode | C für Zucht, W für Wildfang [5] |
| Ursprungsland | zwei Buchstaben, zum Beispiel MD für Moldau [5] |
| Erntejahr | Jahr, in dem der Kaviar gewonnen wurde [5] |
| Betriebsnummer | Registrierung des Verarbeitungsbetriebs [5] |
| Losnummer | Rückverfolgung bis zur Charge [5] |
Häufige Fragen
Ist Kaviar ohne Töten echter Kaviar?
Ja. Es ist der Rogen des Störs, nur gewonnen, ohne das Tier zu töten [3].
Bleibt der Stör wirklich am Leben?
Woher kommt euer Kaviar?
Unser BluFood Landbased Kaviar kommt von einer Störfarm in Moldau [1].
Wie lange hält der Kaviar?
Ungeöffnet mindestens 30 Tage, geöffnet höchstens 48 Stunden. Das genaue Datum steht auf dem Etikett der Dose [1].
Quellen und Nachweise
Aussagen über unsere eigenen Produkte stammen aus den Angaben unserer Erzeuger. Alle übrigen Zahlen sind mit unabhängigen Quellen belegt.
- BluFood: Produktangaben Premium Stör Kaviar und Beluga Premium Kaviar (Erzeuger, Gewinnung, Haltbarkeit)blufood.de (öffnet in neuem Tab)Angaben des Erzeugers, Stand 03.10.2026
- IUCN: Pressemitteilung zur Roten Liste vom 21.07.2022 (Störe und Löffelstöre)iucn.org (öffnet in neuem Tab)abgerufen am 03.10.2026
- Alfred-Wegener-Institut: Caviar production from live sturgeon (Technologietransfer)awi.de (öffnet in neuem Tab)abgerufen am 03.10.2026
- Ludwig und Jahrl: Challenges and recommendations for improving the caviar labeling system, Conservation Science and Practice (2026)wscs.info (öffnet in neuem Tab)abgerufen am 12.10.2026
- TRAFFIC: Universal caviar labelling requirements (CITES)traffic.org (öffnet in neuem Tab)abgerufen am 03.10.2026